Burg Landskron

Die Burg Landskron

Die Burg Landskron ist eine der großen Fremdenverkehrsattraktionen Kärntens. Sie hat seit ihrer Umgestaltung eine weitere Rarität zu bieten: Die Greifvogelwarte.

Ungefähr 20 verschiedenartige Greifvögel, vor allem Adler, Geier, Milane und der Uhu können aus unmittelbarer Nähe in freiem Flug beobachtet, fotografiert oder gefilmt werden, und das in der geschichtsträchtigen Umgebung der einstigen Burg. Die Burg Landskron war die größte und mächtigste unter den zahlreichen Wehrburgen Kärntens und auf Grund ihrer Bedeutung ein wichtiger Zeuge des Landes. In der näheren Umgebung der Burg gibt es Funde, die für Historiker wichtige Hinweise auf das Leben der Frühzeit liefern.

Eine Viertelstunde von der Festung entfernt, befinden sich, im Jungwald versteckt, 14 Hügelgräber aus der Hallstattzeit. Im Zuge der Konservierungsarbeiten auf Landskron in den 50er Jahren wurde die Burg zu einer Fundgrube für Historiker. Inschriften auf Weihaltären, Grabsteinen etc. boten Einblick in das Leben der römischen Antike.

Erste Hinweise auf die Burg gibt der Name des Dorfes, das am Fuße des Burghügels liegt: Im Wort „Gratschach” steckt das slawische Wort für Burg. Also kann angenommen werden, daß die Slawen, die Ende des 6. Jahrhunderts in das Gebiet eindrangen, auf dem heutigen Burghügel beträchtliche Mauerreste vorgefunden hatten. Später gehörte die Gegend um Landskron zum Benediktinerstift Ossiach.

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Im Mittelalter erbauten die Grafen von Sternberg eine Burg, die sie „Jagersberg” nannten. Erst einige Zeit später erhielt die Tochter des Grafen von Sternberg das Schloß samt dem Gericht Sternberg als Heiratsgut und es wurde in der Folge „Landskron” genannt.

1351 wurde Landskron anläßlich des Verkaufes an Abt Herzog Albrecht II von Habsburg urkundlich erwähnt. Aus machtpolitischen Gründen wurde Landskron noch im 14. Jhdt. an den Grafen von Cilli verpfändet.

Nach mehrmaligem Wechsel des Schloßherren, kam Landskron unter Kaiser Maximilian I in die Hände des St. Georgs-Ritterordens. Als Landskron 1542 niederbrannte, waren die Ordensritter außer Stande, es wieder aufzubauen.

So kam die Burg in schlechtem Zustand in den Besitz des damaligen Landeshauptmannes von Kärnten, Christoph Khevenhüller zu Eichelberg, der sie neu erbaute. So wurde Landskron zur Sommerresidenz der Familie Khevenhüller und Schritt für Schritt zu einem repräsentativen Schloß umgestaltet. Mitte des 16. Jhdts. wurde Landskron unter Bartholomäus Khevenhüller, einem weitgereisten und gebildeten Mann, zum Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens, sodaß jeder hohe Besuch, der durch Villach kam, auch auf Landskron einkehrte.
Auch der neuaufkommende evangelische Glaube fand dort Eingang und Bartholomäus Khevenhüller wurde zu einem der Führer des Protestantismus in Kärnten. Im Schloß wurde sogar eine Druckerei eingerichtet, in der fast 16.000 evangelische Bibeln gedruckt wurden.

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Im Zuge der Maßnahmen der Gegenreformation waren jene evangelischen Adeligen, die nicht zur alten Religion zurückkehren wollten, gezwungen, ihre Güter zu verkaufen und auszuwandern.

Der Verkauf des Schlosses verzögerte sich aber durch rechtliche Schwierigkeiten. Als Hanns Khevenhüller 1631 in das Heer des Schwedenkönigs Gustav Adolf eintrat, um gegen die österreichische Armee zu kämpfen, wurde ein Hochverratsprozeß gegen ihn eingeleitet, der mit der Beschlagnahme aller Besitztümer und Güter endete. Hanns Khevenhüller starb aber bereits vor Prozeßende 1632.

Der neue Besitzer des Schlosses, Graf Siegmund Ludwig zu Dietrichstein, war aber Jahrzehnte hindurch mit Klagen und Prozessen, die die Familie Khevenhüller um den Besitz führte, belastet. Angesichts der unsicheren Besitzverhältnisse verfiel das Schloß zusehends. Es scheint um 1800 weitgehend als Steinbruch für Neubauten verwendet worden zu sein und wurde schließlich nach weiteren Zerstörungen durch Blitzschläge dem Verfall preisgegeben.

Erst 1952 startete ein neuer Schloßherr, Ökonomierat H. Maresch, die Revitalisierung und so wurde ein Teil der Burganlage in ein Restaurant umgewandelt. Die Burg Landskron mit ihrer wechselhaften Geschichte, in der schönsten Gegend Kärntens gelegen, bildet nun den Rahmen der Flugschau.

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